Wir über uns

Wir sind Julia & Boris Wortmann und beide hochsensibel.

Von unserer Hochsensibilität haben wir beide in der Mitte unseres Lebens erfahren. Wir haben beide starke Erschöpfungen im Alltag erlebt, wo neben anderen Faktoren, die Hochsensibilität eine wichtige Rolle gespielt hat. Wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung, dass es so etwas überhaupt gibt.

Durch unsere ähnliche Sozialisation, die wie bei vielen der Generation Golf, sehr leistungs-, ergebnis- und erlebnisorientiert war, haben wir uns als hochsensible Menschen eigentlich permanent überfordert, sind ständig über die uns nicht bewussten eigenen Grenzen gegangen. Das hat alle Lebensbereiche betroffen. Studium, Beruf, Familie, Gesundheit, Freizeit, Ernährung, Beziehungen, Sport oder auch nur beim Party machen. Besonders für mich, Boris war das als Mann nicht besonders erbaulich zu erfahren, dass man(n) ein „Sensibelchen“ ist. Ein Merkblatt zur Hochsensibilität, was mir durch einen Arzt dezent untergejubelt wurde, hat mich erstmal geschockt.

Nach einem Burn-Out mussten wir beide lernen, mit der Hochsensibilität umzugehen und unseren Alltag völlig umzustellen und nach der Hochsensibilität auszurichten. Das Schwierigste für uns beide war und ist immer noch die Hochsensibilität zu akzeptieren und diese in unseren Lebensalltag zu integrieren. Unsere Verhaltensmuster, die wir über Jahrzehnte durch Erziehung und Prägung erlernt hatten, mussten völlig über Bord geworfen werden. Das war und ist ein sehr herausfordernder Prozess. Es ist teilweise so, als ob man das Laufen nochmal neu lernen muss, obwohl man die alten Laufmuster noch aus dem Unterbewusstsein abruft. Die Grenzen im Beruf, gegenüber Familie und Freunden mussten völlig neu abgesteckt werden.

Akzeptanz und Anerkennung

Für uns fing ein neues Leben an, als wir die Hochsensibilität akzeptiert haben. Dadurch hat sich unser Leben sehr positiv verändert. Wir haben gelernt, achtsamer mit uns umzugehen. Die neuen Verhaltensregeln und der bewusste Umgang mit der Hochsensibilität bieten uns neue Energiereserven und Puffer, die man im stressigen Alltag benötigt. Insbesondere öfter mal „nein“ zu sagen und auf den eigenen Körper, die Seele und die innere Stimme zu achten gelingt uns immer besser. Unser Denken, Handeln und Fühlen kommt immer mehr in Einklang.

Gabe und Talent

HSP ist aber auch eine Gabe und ein Talent.

Für Julia als Personal & Unternehmensberaterin und Boris als Lehrer an einer Brennpunktschule, ehemaliger Leistungssportler und Musiker war es vor allem im beruflichen Umfeld eine besondere Herausforderung, die Hochsensibilität in den Alltag zu integrieren und positiv zu nutzen.

Als Personalberaterin ist Julia ständig im Kontakt mit Menschen, die geführt und gecoacht werden. Schnelles Erfassen der persönlichen Zusammenhänge und das Einschätzen von Persönlichkeiten und Stimmungen werden von der Hochsensibilität unterstützt. Die angeborene Empathie Fähigkeit ermöglicht es, das Wesentliche zu sehen und zu fühlen. Wenn andere noch analysieren ist einem als HSP eigentlich schon klar was wirklich „Sache„ ist.

Als Lehrer im sozialen Brennpunkt ist es Boris besonders wichtig mit schwierigen Schülern eine Beziehungsebene zu finden, die trotz aller Widrigkeiten von Respekt, aber auch Konsequenz getragen wird. Durch die HSP kann man sich besonders gut in sein Gegenüber hineinversetzen. Als Musiker ist die nonverbale, fast intuitive Kommunikation mit den Mitmusikern ein großes Talent. Stimmungen und Gefühle intuitiv zu erfassen, ist eine Fähigkeit von hochsensiblen Menschen.

Schutz und Abgrenzung

Eine der Hauptaufgaben der hochsensiblen Menschen ist es, sich vor zu vielen Reizen zu schützen und sich abzugrenzen, wenn man spürt, dass es zu viel wird. Auch müssen die Energiereserven regelmäßig wieder aufgeladen werden. Hochsensible benötigen mehr Schlaf und längere Zeit bis die Batterien wieder aufgeladen sind. Insbesondere ist es wichtig zu erkennen, ob die momentane Gefühlslage von einem Gegenüber oder einer Stimmung in der unmittelbaren Umgebung kommt, oder ob es die eigenen Gefühle sind. Durch die enorme Empathie Fähigkeit nimmt man jede Stimmung des Gegenübers sehr intensiv wahr. Hier muss man als HSP Techniken zur Abgrenzung erlernen oder einfach technische Hilfsmittel nutzen. Selbst wenn man meint, sich was Gutes zu tun, indem man sich bei einem Spaziergang mit einem Freund versucht zu entspannen. Diesem geht es aber gerade schlecht und er versucht diese Gefühle zu verbergen. Danach wundert man sich dann, dass es einem auch schlecht geht. Das geht sogar so weit, dass man die körperlichen Schmerzen und Empfindungen des Gegenübers unterbewusst übernimmt.

Hier setzen wir an und möchten mit unserer Erfahrungen und Lernprozessen unterstützen, die wie vor allem mit Produkten gemacht haben, die uns unterstützen, Energie & Kraft, Ruhe & Entspannung im Alltag zu finden oder uns einfach gefallen und gut tun.

 

             Julia & Boris